Erläuterungen Biotechnologie

Erläuterungen Biotechnologie

Aminosäuren   [zurück]
Organische Verbindungen, die als charakteristisches Merkmal sowohl eine Aminogruppe als auch eine Carboxylgruppe besitzen. Die 20 sogenannten „natürlichen“ Aminosäuren werden an den Ribosomen einer Zelle gemäß dem Bauplan der DNA zusammengehängt und bilden die Proteine.

Antibiotika   [zurück]
Niedermolekulare Substanzen, die hauptsächlich von Mikroorganismen produziert werden und das Wachstum anderer Mikroorganismen hemmen können.

Antigene   [zurück]
Fremdstoffe, die das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern anregen.

Antikörper   [zurück]
sind von weißen Blutkörperchen erzeugte Proteine, die zur Abwehr eingedrungener Fremdstoffe dienen.

Antisense-Technik   [zurück]
Kurze RNA-Stücke oder synthetische RNA-Analoga binden spezifisch an die komplementäre Sequenz einer m-RNA und blockieren dadurch die nachfolgende Proteinsynthese. Die Genaktivität ist somit ausgeschaltet.

Bakterien   [zurück]
Einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern. Sie eignen sich sehr gut für biotechnologische Produktionsverfahren, da sie in billigen Nährlösungen schnell vermehrt werden können.

Basen   [zurück]
Allg. Gegenspieler von „Säuren“, mit denen sie sich zu „Salzen“ neutralisieren. In der Molekulargenetik sind „Basen“ die übliche Bezeichnung für die basischen Bestandteile der Nukleotide, den Untereinheiten von DNA und RNA. Die genetische Information wird durch die vier DNA-Basen Adenin (A), Cytosin (C), Thymin (T) und Guanin (G) codiert (s. Struktur der DNA ).

Basenpaar   [zurück]
Die beiden Basen Adenin und Thymin sowie die beiden Basen Cytosin und Guanin bilden in einem DNA-Doppelstrang jeweils Paare aus, die durch schwache Bindungen zusammengehalten werden. Die Summe dieser Bindungen ist für den Zusammenhalt der beiden DNA-Stränge verantwortlich. Etwas mißverständlich wird der Begriff Basenpaar auch für zwei komplementäre Nukleotide gebraucht. Die Aussage, daß die menschliche DNA aus 3 Milliarden Basenpaaren besteht, bedeutet genauer, daß sie aus rund 6 Milliarden Nukleotiden aufgebaut ist.

cDNA   [zurück]
entsteht durch die Synthese von DNA an mRNA, also einem Prozeß, der umgekehrt läuft wie die normalerweise stattfindende Synthese von mRNA an DNA (Transkription). Während die Gene höherer Organismen meist Einschübe (Introns) enthalten, sind diese Einschübe in der cDNA nicht mehr vorhanden. Sie werden beim Entstehen der mRNA aus dieser entfernt.

Chimäre   [zurück]
ein Organismus, der aus Zellen verschiedener Tiere bzw. Pflanzen besteht.

Chromosom   [zurück]
(gr. Farbkörper, weil mit spez. Farbstoffen anfärbbar) Sehr langes DNA-Molekül, das viele Gene enthält. Die DNA ist an eine Vielzahl unterschiedlicher Proteine gebunden und dadurch geschützt. Alle Zellen einer Tier- oder Pflanzenart (mit Ausnahme der Keimzellen) enthalten denselben charakteristischen Satz von C. Auch das große DNA-Molekül der Bakterien wird als C. bezeichnet.

Cytokine   [zurück]
Oberbegriff für zahlreiche körpereigene Substanzen, die von Zellen des Immunsystems während der Immunantwort freigesetzt werden. Sie sind wichtig für Reparaturmechanismen von Gewebeschäden und stimulieren spezifisch das Wachstum von Zellen. Zu den Cytokinen gehören u.a. Interleukine (IL), Interferone und die Wachstumsfaktoren GM-CSF und G-CSF (s. Kap. 7).

Desoxyribonukleinsäure; DNA/DNS   [zurück]
(engl. deoxyribonucleic acid, deutsch Desoxy-Ribonukleinsäure). Die Erbsubstanz aller Organismen – von einigen Viren abgesehen, bei denen die Erbinformation in der RNA gespeichert ist. Die DNA besteht aus linear verknüpften Nukleotiden, deren Abfolge die Erbinformation bildet. Siehe dazu auch das Schema ‚Vom Gen zum Protein‘

Differenzierung   [zurück]
In höheren Organismen sind unterschiedliche Typen von Zellen vorhanden, die spezialisierte Funktionen erfüllen. Eine Hautzelle des Menschen muß andere Aufgaben erledigen als eine Leberzelle. Der Prozeß, der spezialisierte Zellen entstehen läßt, wird als Differenzierung bezeichnet. In höheren Organismen entstehen alle Zelltypen durch Teilung und Differenzierung aus der befruchteten Eizelle.

Domäne   [zurück]
Eine Proteindomäne ist die kleinste Einheit eines Proteins mit einer definierten und unabhängig gefalteten Struktur. Proteindomänen bestehen aus 50-150 Aminosäuren und führen häufig individuelle Reaktionen aus, deren Zusammenwirken die Gesamtfunktion eines Proteins ausmacht

Doppelhelix   [zurück]
Zwei schraubenförmig umeinander gewundene DNA-Stränge (s. Struktur der DNA )

Einzel-Nucleotid-Polymorphismen (engl. single nucleotide polymorphisms, SNPs)   [zurück]
sind Abweichungen in einzelnen Basenpaar-Positionen zwischen den Genomen zweier Organismen derselben Art. SNPs tauchen im ganzen Genom je nach Region in Abständen von 100-2000 Basenpaaren auf. Sie sind für die individuell unterschiedliche Ausprägung von gleichen Phänotypen verantwortlich, z.B. die Nebenwirkungen bzw. Verträglichkeit eines Medikaments.

Enzyme   [zurück]
Proteine, die chemische Reaktionen beschleunigen (Biokatalysatoren).

ESTs (expressed sequence tags)   [zurück]
Zur Suche nach unbekannten Genen werden bevorzugt sogenannte ESTs (expressed sequence tags) als „Gen-Sonden“ eingesetzt. ESTs sind kurze cDNA-Fragmente, die aus mRNAs erhalten werden, welche ja bekanntlich die Botenmoleküle für die Proteinsynthese sind. ESTs sind deshalb charakteristische Marker für codierende Abschnitte im Genom, sprich für Gene. Findet man eine EST-Sequenz im Genom wieder, hat man auch das Gen gefunden.

Eukaryonten   [zurück]
Zellen mit echtem Zellkern

Fluoreszenzfarbstoff   [zurück]
Farbstoff, der bei Bestrahlung mit kurzwelligem UV-Licht Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich aussendet.

Gen   [zurück]
Grundeinheit der Erbinformation. Ein G. besteht aus einem DNA-Abschnitt, der die Information zur Synthese einer RNA enthält. In einigen Fällen ist die RNA selbst das Endprodukt. Meist dient sie aber dem Transport der genetischen Information zu den Ribosomen, wo dann Proteine gebildet werden.

Genbank   [zurück]
Sammlung von klonierten Genfragmenten.

Genexpression   [zurück]
Ablesen der in den Genen enthaltenen Informationen in mRNA, meistens zur Umsetzung in Proteine

Genetischer Code   [zurück]
Stellt die Beziehung zwischen der Nukleotid-Abfolge in einem Gen und der Aminosäure-Abfolge in einem Protein her.

Genom (Genotyp)   [zurück]
Summe der Erbanlagen eines Organismus.

Gentechnik   [zurück]
Verfahren zur gezielten Veränderung des Erbguts von Organismen.

Gentherapie   [zurück]
Versuch der Heilung von Krankheiten z.B. durch das Einführen intakter Gene in die „kranken“ Zellen. Man unterscheidet beim Menschen die erlaubte (nicht auf die Nachkommen vererbbare) Somatische Gentherapie an Körperzellen von der verbotenen Keimbahntherapie (auf die Nachkommen vererbbar) an den Keimzellen.

Glycoproteine   [zurück]
G. sind Eiweisse, an die Zuckermoleküle bzw. ganze Ketten von Zuckereinheiten gebunden sind. Die Glycosylierungen („das Zuckeranhängen“) werden von ganz spezifischen Enzymen ausgeführt; die erhaltenen „Glycosylierungsmuster“ sind charakteristisch für die jeweiligen Zelltypen, in denen sie stattfinden. Bakterien führen Glycosylierungen von fremden, sprich humanen Proteinen meistens nicht aus. Hefen können das zwar, machen es aber „falsch“.

gram-negativ, gram-positiv   [zurück]
Gram-negative und gram-positive Bakterien unterscheiden sich im Aufbau ihrer Zellwand. Die Bezeichnung ‚gram-negativ/gram-positiv‘ kommt von der sogenannten Gram-Färbung. Gram-positive Bakterien können mit diesem Verfahren angefärbt werden, gram-negative nicht.

Hybridisierung   [zurück]
Doppelstrangbildung von komplementären einzelsträngigen DNA- und/oder auch RNA-Molekülen.

Immunologie   [zurück]
Wissenschaft, die sich u.a. mit den Abwehrreaktionen von Mensch und Tier gegen Organismen wie Bakterien, Pilze und Viren, aber auch mit Abwehrreaktionen gegen fremde Zellen und Gewebe bzw. gegen eigene Zellen und Gewebe beschäftigt (Autoimmunreaktionen).

Inserieren   [zurück]
Einfügen von DNA-Abschnitten in ein anderes DNA-Molekül.

in silico   [zurück]
wörtlich: in Silizium. Silizium ist das Material, aus dem Computerchips bestehen; in silico heißt daher: im Computer

in vitro   [zurück]
lat. im (Reagenz-)Glas

in vivo   [zurück]
lat. im Lebewesen, im Körper

Karyogramm   [zurück]
Mikroskopisches Bild aller im Zellkern enthaltenen Chromosomen, meistens nach Größen sortiert dargestellt.

Katalysator   [zurück]
Reaktionsbeschleuniger

Keimbahn   [zurück]
Organe und Zellen – sog. Keimzellen – des Körpers, die der Vererbung dienen

Klonen   [zurück]
Erzeugen von Zellen oder ganzen Organismen, die genotypisch gleich sind. Die ursprüngliche Zelle stammt z.B. aus einem frühen Embryonalstadium.

Klonieren   [zurück]
Erzeugen von Zellen, die gentechnisch verändertes Erbgut enthalten.

Liganden   [zurück]
Häufig relativ kleine Moleküle, die genau in die Bindungstasche von Rezeptoren passen. So wie nur ein ganz bestimmter Schlüssel in ein Schloß paßt, können nur genau definierte Liganden mit ihren jeweiligen Rezeptoren in Wechselwirkung treten.

Lymphozyten   [zurück]
Bestimmte Klasse von weißen Blutkörperchen, die von entscheidender Bedeutung für das Immunsystem sind.

Lymphom   [zurück]
Unter einem Lymphom versteht man allgemein einen Tumor, das heißt eine „Schwellung“ eines Lymphknotens. Als maligne Lymphome werden die bösartigen Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. Das bedeutet, daß diese Erkrankungen von lymphatischen Organen oder den lymphatischen Zellen ausgehen. Da lymphatisches Gewebe viele Regionen des menschlichen Körpers durchzieht, können maligne Lymphome auch andere Organe, z.B. das Gehirn oder die Leber betreffen.

messenger-RNA, mRNA   [zurück]
entsteht mit Hilfe von RNA-Polymerasen aus der DNA (Transkription) und enthält die Information zur Synthese eines Proteins. Siehe dazu auch das Schema ‚Vom Gen zum Protein‘

Metastase   [zurück]
Bei Krebs eine Tochtergeschwulst durch Wachstum von Zellen, die sich vom Primärtumor abgelöst haben. Eine Metastase kann weit entfernt vom Primärtumor und in völlig anderen Geweben entstehen.

Mitochondrien   [zurück]
sind membranumgebene, bakteriengroße Zellbestandteile, die das „Kraftwerk“ der Zelle enthalten, d.h. für die Bildung des Treibstoffs ATP sorgen. M. verfügen über eigenes, unabhängig von zellulärer DNA vermehrtes Erbgut, das stark bakteriellen Plasmiden ähnelt. Man vermutet, dass M. aus Bakterien hervorgegangen sind, die mit höheren Zellen zusammenlebten und von diesen zum beidseitigen Nutzen aufgenommen wurden (Endo-Symbionten-Hypothese).

Monoklonale Antikörper   [zurück]
strukturell identische Antikörper, die daher auch über die exakt gleiche Bindungsstelle für ein Antigen verfügen.

Multipotenz, multipotent   [zurück]
Eigenschaft von gewebetypischen Stammzellen, sich in unterschiedliche Zelltypen eines Organs (z.B. des Bluts) entwickeln zu können.

Mutation   [zurück]
Veränderung des Erbmoleküls DNA dergestalt, daß sich Veränderungen in der Abfolge der Nukleotide ergeben.

Mutagenese   [zurück]
Erzeugung von Mutationen. M. können u.a. durch UV- Licht oder andere Strahlung und zahlreiche Chemikalien ausgelöst werden.

Non-Hodgkin Lymphom   [zurück]
Etwa 10 von 100.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Non-Hodgkin-Lymphomen. Als maligne Lymphome werden alle bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems bezeichnet. Mit Hilfe spezieller Gewebeuntersuchungsmethoden können sie genau klassifiziert werden. Dabei unterscheidet man das Hodgkin-Lymphom von den Non- Hodgkin-Lymphomen, weil sich histologisch sogenannte Hodgkin-Krebszellen nachweisen lassen. Non-Hodgkin Lymphome können in jedem Alter auftreten; finden sich jedoch gehäuft zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.

Nukleosid   [zurück]
Grundbaustein der DNA. Ein Nukleosid besteht aus einer Zuckereinheit, die mit einer Base verbunden ist. In der DNA bzw. RNA werden die Nukleoside an den Zuckereinheiten durch Phosphatreste zu den DNA- bzw. RNA-Ketten verbunden.

Nukleotid   [zurück]
Nukleoside, die an einer freien Hydroxylgruppe (meistens der 5′-Hydroxylgruppe) mit Phosphorsäure-Resten verbunden sind.

Oligonukleotid   [zurück]
(oligo, gr. wenig, gering) Abfolge von einigen wenigen bis zu vielen Hundert, miteinander verknüpften, Nukleotiden. Ein Oligonukleotid entspricht damit einem (sehr) kurzen DNA-Einzelstrang.

Omnipotenz, omnipotent   [zurück]
s. Totipotenz

pathogen   [zurück]
Krankheiten auslösend, krankmachend

PCR   [zurück]
(eng. polymerase chain reaction). Verfahren zur Vermehrung von DNA in vitro.

Penicillin   [zurück]
Naturstoff, der von verschiedenen Pilzen, u.a. Penicillium chrysogenum, gebildet wird. Penicillin gehört zur Gruppe der ß-Lactam Antibiotika und stört die Synthese der Zellwand von Bakterien, wodurch diese letztlich abgetötet werden.

Phänotyp   [zurück]
Erscheinungsbild eines Organismus durch Ausprägung der Erbanlagen.

Phage   [zurück]
Abkürzung für Bakteriophage. P. sind Viren, die Bakterien befallen und daher harmlos für höhere Organismen.

Phasenproblem   [zurück]
Die Reflexe im Röntgen-Diffraktionsbild liefern nur die Beträge der komplexzahligen Interferenzsignale (genauer: der Strukturfaktoren), und deshalb nicht die Information über die Phasenverschiebungen der Teilstrahlen.

Plasmide   [zurück]
Ringe aus DNA-Doppelsträngen, die hauptsächlich in Bakterien vorkommen. Sie werden unabhängig vom Chromosom vermehrt und können in der Gentechnik bei der Klonierung fremder DNA von Nutzen sein.

Pluripotent, Pluripotenz   [zurück]
Potential von embryonalen Stammzellen, in Zellen verschiedener Gewebetypen ausreifen (differenzieren) zu können.

Prokaryonten   [zurück]
Zellen ohne Zellkern, z.B. Bakterien.

Proteine   [zurück]
Werden im Deutschen auch als Eiweisse bezeichnet. Sehr vielseitige Werkzeuge und Bausteine der Zellen, die viele Funktionen haben können, z.B. als Enzyme. P. bestehen aus Ketten von Aminosäuren. Teils sind mehrere Ketten von Aminosäuren zusammengelagert und ergeben erst dadurch das fertige Protein.

Proteinstruktur   [zurück]
Die lineare Abfolge der Aminosäuren in einer Kette bildet die sogenannte Primärstruktur. Sie sagt nur wenig über die räumliche Gestalt des Proteins aus. Längere Abschnitte einer Kette können sich zu Schrauben (Helices, singular Helix) aufwinden oder in parallele Stränge einer Mehrfach-Schlaufe anordnen, die zusammen ein sogenanntes beta-Faltblatt bilden. Diese charakteristischen Formen bezeichnet man auch als Sekundärstrukturen. Die über Schlaufen verbundenen Sekundärstrukturen bilden schließlich die Struktur des kompletten Proteins, die sogenannte Tertiärstruktur. Oft hat man es mit zusammengesetzten Proteinen zu tun, die aus mehreren Untereinheiten bestehen. Die Struktur eines solchen Komplexes nennt man Quartärstruktur.

Protoplasten   [zurück]
Zellen ohne Zellwände.

Rekombination   [zurück]
Kombination von DNA unterschiedlicher Herkunft. Im klassischen Sinn bezieht sich R. auf den Austausch von Erbinformation zwischen eng verwandten DNA-Molekülen, z.B. einem väterlichen und einem mütterlichen Chromosom. Im Zusammenhang mit der Gentechnik bezeichnet R. ganz allgemein die Kombination von DNA-Molekülen aus unterschiedlichen Quellen.

Restriktionsenzyme   [zurück]
Enzyme, die bestimmte Sequenzen der DNA erkennen und die DNA spezifisch schneiden können.

Restriktionsschnittstelle   [zurück]
DNA-Sequenz, die von einem Restriktionsenzym gespalten wird.

Retroviren   [zurück]
Viren, deren Erbgut aus RNA besteht. Es muss nach dem Entern der Zelle (mittels Reverser Transkriptase) erst in DNA umgeschrieben werden, um vermehrt bzw. ins Wirtsgenom integriert werden zu können. Viele krankheitserregende Viren, insbesondere Krebs-auslösende Viren oder das HIV zählen dazu.

Rezeptoren   [zurück]
Moleküle, die u.a. auf Zelloberflächen anzutreffen sind. Sie sind in der Lage, ein genau definiertes Molekül zu binden, ihren Liganden. Das Zusammentreffen von Ligand und Rezeptor kann hochspezifisch eine Abfolge von Reaktionen innerhalb der Zelle in Gang setzen.

RNA   [zurück]
entsteht durch Transkription der DNA und enthält die Information zur Synthese eines Proteins (s. messenger-RNA) oder übt andere Funktionen aus (rRNA ist Bestandteil der Ribosomen, tRNA transportiert Aminosäuren zu den Ribosomen). RNA unterscheidet sich von der DNA durch das Vorhandensein einer anderen Zuckereinheit und die Verwendung der Base Uracil anstelle von Thymin.

RNA-Interferenz-Technik (RNAi)   [zurück]
Eingesetze doppelsträngige RNA-Stücke, auch siRNA genannt (small interfering RNA), führen zur Zerstörung von m-RNA, die zu einem der beiden Stränge komplementär ist. Die siRNA, die dabei eine optimale Länge von 21 Nukleotiden besitzen sollte, aktiviert unter Komplexbildung spezifische Proteine der Zelle, die dann die m-RNA an entsprechender Stelle spalten. Die Genaktivität wird damit vollständig eingestellt.

Ribosomen   [zurück]
Komplexe Strukturen in Zellen, an denen die Synthese von Proteinen abläuft. Die als mRNA vorliegende genetische Information wird am Ribosom Triplett für Triplett in eine Abfolge von Aminosäuren innerhalb einer Proteinkette übersetzt. Siehe dazu auch das Schema ‚Vom Gen zum Protein‘

Ribozyme   [zurück]
sind RNA-Moleküle, die katalytische Aktivität besitzen. Sie können z.B. sich und andere RNA-Moleküle ganz spezifisch spalten.

Selektion   [zurück]
Auswahl von Organismen, die einen bestimmten Phänotyp aufweisen.

Sequenzanalyse   [zurück]
ermittelt die Abfolge der Nukleotide innerhalb der DNA bzw. die Abfolge der Aminosäuren innerhalb von Proteinen.

Somatische Gentherapie   [zurück]
Gentherapie an Zellen des Körpers, ausser den Keimzellen. Die Veränderungen können daher nicht vererbt werden.

Sphingolipide   [zurück]
Diese komplexen Moleküle sind zusammengesetzt aus einem hydrophoben Anteil, dem Ceramid, und einer hydrophilen Komponente, die aus einer unterschiedlichen Anzahl von Zuckern aufgebaut ist. Neutrale Sphingolipide stellen wesentliche Membran-Komponenten dar, die vor allem auch am Aufbau intrazellulärer Organellen (Golgi-Apparat, Lysosomen) beteiligt sind.

Spliceosomen   [zurück]
sind die Präzisionsmaschinen für die Spaltung der primären m-RNA. Es handelt sich um große Molekülkomplexe, die große Mengen an „Vorläufer“-mRNA, Ribonucleoprotein-Partikel und weitere Proteine, sog. splicing-Faktoren, enthalten. Ribonucleoprotein-Partikel verfügen über RNA-ähnliche Strukturen, die zur „Vorläufer“-mRNA komplementäre Basenpaare bilden und damit die Stränge beim Schneiden zusammenhalten.

Totipotent, Totipotenz   [zurück]
Eigenschaft früher Embryonalzellen (meistens bis zum 8-Zellstadium) sich auch nach Abtrennung vom Embryo zu einem kompletten Organismus entwickeln zu können.

Transformation   [zurück]
Einführen fremder DNA in eine Zelle.

transgen   [zurück]
Als transgen werden höhere Organismen bezeichnet, die fremdes Erbgut tragen.

t-RNA   [zurück]
Die t-RNA sorgt als Trägermolekül dafür, daß die entsprechenden Aminosäuren zum Ribosom gebracht und in die von der m-RNA vorgegebene Reihenfolge zum Protein zusammengebaut werden. Die t-RNA enthält zum einen eine Region, an die die zu übertragende Aminosäure mittels eines Enzyms spezifisch gebunden wird. Die Aminosäureaktzeptorregion ist für jede Aminosäure spezifisch. Zum anderen verfügt sie über ein Triplett, das ‚Anticodon‘, das komplementär zum m-RNA-Codon für die Aminosäure ist. Damit ist gewährleistet, daß die Aminosäure genau an der vorgesehenen Stelle in die entstehende Aminosäurekette eingebaut wird. Siehe dazu auch das Schema ‚Vom Gen zum Protein‘

Transkription   [zurück]
Umschreiben der DNA in RNA. Wichtigstes Enzym hierfür ist die RNA-Polymerase. Siehe dazu auch das Schema ‚Vom Gen zum Protein‘

Translation   [zurück]
Übersetzung der mRNA in Proteine. Siehe dazu auch das Schema ‚Vom Gen zum Protein‘

Triplett   [zurück]
Abfolge von 3 Nukleotiden innerhalb der DNA. Einem Triplett in der DNA ist nach den Regeln des genetischen Codes eine definierte Aminosäure in einem Protein zugeordnet (Codon).

Vakzin   [zurück]
Impfstoff.

Vektor   [zurück]
DNA-Molekül (z.B. ein Plasmid), das in Zellen eingeschleust werden kann und von den Wirtszellen bei Teilung meist an die Tochterzellen weitergegeben wird. Vektoren werden für die Übertragung von fremden DNA-Abschnitten benutzt.

Virus   [zurück]
Viren können in bestimmte Zellen eindringen und ihr Erbgut (d.h. die DNA bzw. RNA) einschleusen. Das Erbgut der Viren kann ins Genom der Zelle integriert werden (immer als DNA) und lange Zeit ohne Wirkung bleiben. Wird es aktiv, kommt es zur Produktion neuer Viren und meist zum Tod der Wirtszelle.

Wasserstoff-Brückenbindung   [zurück]
Sehr schwache Anziehungskraft zwischen kleinsten elektrischen Ladungen in der Elektronenhülle von Atomen. Wasserstoffatome, die an ein Atom eines stark elektronegativen Elements (Fluor, Sauerstoff, Stickstoff) gebunden sind, tragen eine positive Teilladung. Dadurch wirken sie auf Atome elektronegativer Elemente in benachbarten Molekülen elektrostatisch anziehend.

Wirtszelle, Wirtsorganismus   [zurück]
Zelle, die eingeschleuste Viren oder Plasmide vermehrt und/oder gewünschte Produkte herstellt.

Zellkern   [zurück]
Unter dem Mikroskop erkennbare Struktur in höher entwickelten Zellen (Eukaryonten), die mit einer Membran das Erbmaterial umschließt.

Zytostatika   [zurück]
Substanzen, die teilungsaktive eukaryontische Zellen – also auch menschliche Zellen – töten. Z. werden zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt.

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